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Wertschätzung - Oliver Bleckens Blickwinkel


Wenn ich an Wertschätzung denke, denke ich an eine Situation aus meinem vorigen Berufsleben:


Große Agentur. Großes Team. Verantwortlich für einen großen, wichtigen Kunden. Und es kriselte ein wenig in der Kunde-Agentur-Beziehung. Was machen?


In einem Teammeeting zu dem Thema fragte ich meine Mitarbeitenden, ob sie den Kunden denn schon einmal gelobt hätten. Ob sie ihm schon einmal wertschätzend begegnet wären.


Irritierter hätten die Augen nicht sein können, in die ich blickte.


Diesen Kunden loben? Wir müssen doch gelobt werden! Wir benötigen doch mehr Wertschätzung für all das Herzblut und die Energie, die wir in unsere Arbeit stecken!


Nachdem die ersten Irritationen verflogen waren und ich ein wenig mehr auf die Situation hinwies, in der der Kunde sich befand – ist auch nur ein Mensch, hat intern auch extrem viel Druck, bekommt vielleicht von seinen Vorgesetzten kaum oder gar kein Lob – gelang langsam der Perspektivwechsel und die Erkenntnis trat bei Einigen ein, dass das ja durchaus auch hilfreich und „gut“ sein könnte, erst einmal selbst mit Wertschätzung auf das Gegenüber zuzugehen.


Ich kürze ab und es kommt jetzt sicher nicht überraschend – einige haben es ausprobiert und es hat die Beziehung sehr positiv beeinflusst. Und viele haben das zum Anlass genommen, das als „Grundroutine“ in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Denn – was „kostet“ es denn schon, einfach mal jemanden zu loben oder positives Feedback zu geben? Wertschätzend zu sein.


Und so „selbstlos“ wie das vielleicht klingt, empfinde ich das gar nicht. Denn ich selbst bekomme viel zurück, wenn ich sehe, wie ein anderer Mensch sich darüber freut. ;-)


Ich habe mir das mit dem „Loben“ übrigens von meinem ersten richtig guten Chef abgeschaut. An dieser Stelle noch einmal: Danke, Paul.


Wertschätzung, von Oliver Blecken


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