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Glück - Ina Möhlenbecks Blickwinkel



"Das Glück ist im Grunde nichts anderes als der mutige Wille, zu leben, indem man die Bedingungen des Lebens annimmt"

- Schriftsteller Maurice Barrès (1862 - 1923)


Ganze Forschungsfelder beschäftigen sich mit der Frage nach dem Glück. Wir haben in Deutschland sogar eine Glücksministerin, die das Ministerium für Glück und Wohlbefinden leitet (Gina Schöler - Initiative der Uni Mannheim).

Im Königreich Bhutan wurde Glück sogar zu dem wichtigsten Staatsziel ernannt.

Glück scheint global also ein mehr als erstrebenswerter Wert für uns zu sein.


Doch was genau führt eigentlich zu Glück?

Wir sind uns sicherlich einig, dass es eine Handvoll Faktoren gibt, die Einfluss auf das Lebensglück haben, die sich in den bestenfalls erfüllten Lebensbereichen Familie, Liebe, Beruf, Finanzen und Freizeit abspielen. Dann bleibt die große Frage, was wir als ein erfülltes Leben in diesen Bereichen betrachten und wann wir uns glücklich fühlen.

Wenn ich darüber nachdenke, was für unterschiedliche Menschen das Gefühl von Glück erzeugt, ist Glück am Ende einfach etwas ziemlich Individuelles.


Bei dieser Individualität sind alle Bestrebungen danach, die eine Glücksformel zu finden, eine echte Herausforderung.


Ist es nicht einen Versuch wert, Glück von der anderen Seite zu betrachten und zu schauen, was Unglück vermeidet? Und sich auf diesem Weg dem Glück zu nähern?

Dieser wie ich finde simple und schlaue Gedanke kommt von dem Schriftsteller Rolf Dobelli, der damit meinen persönlichen Blickwinkel auf das Thema Glück um einiges verrückt hat.

Denn die Faktoren, die uns Menschen Unglück bescheren, sind viel einfacher zu greifen als jene, die uns Glück bringen.


Ohne Anspruch auf Vollständigkeit kann ich gerade an diese für mich entscheidenden Dinge denken, die uns garantiert nicht das Gefühl von Glück bringen:


  • Der Vergleich mit anderen Menschen

  • Zielen hinterher zu laufen, die nicht unsere eigenen sind (sondern vielleicht vielmehr von außen erwartet und nicht von uns hinterfragt werden)

  • Glücklichsein auf den Zeitpunkt nach Erreichung von Ziel xy zu verschieben

  • Ein Leben im Standby zu führen - an unserem Leben vorbeizuleben

  • Mit sich selbst im Krieg zu sein


Mit Sicherheit kann jeder dieser Liste noch den ein oder anderen Aspekt hinzufügen...


Klar, keiner von uns ist gefeit davor, in diese Unglücksfallen zu tappen ;) Und wie so oft ist Bewusstsein der Schlüssel dazu, die Abbiegung vor Unglückshausen zu erwischen.

Kann es also so einfach sein, das Glück in der Unglücksvermeidung zu finden?

Und vor allem das Leben mutig so anzunehmen, mit allen Bedingungen, die es uns gibt?

Ich finde diesen Gedanken beruhigend. Das Glücklichsein nicht auf den Zeitpunkt zu verschieben, wenn ich das Glück gefunden habe.


Glück, von Ina Möhlenbeck



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